SI-Therapie in unserer Praxis für Logopädie in Erkrath

Sensorische Intergration ist die sinnvolle Ordnung, Aufgliederung und Verarbeitung von Sinneserregungen im zentralen Nervensystem, um den Menschen eine adäquate Auseinandersetzung mit seiner Umwelt zu ermöglichen. Nicht nur über Augen, Ohren, Nase und Zunge fließen uns Informationen zu, sondern auch über Berührung, Bewegung, Schwerkraft und Körperstellungen. Für jede Handlung benötigen wir eine gute Organisation von Sinneswahrnehmungen.

 

In meiner bisherigen Berufstätigkeit habe ich immer wieder festgestellt, dass Sprach- und Sprechstörungen oft eng verbunden mit Wahrnehmungsstörungen auftreten. So entschied ich mich zu einer Zusatzausbildung zur SI-Therapeutin und gestaltete den SI-Raum danach.

 

Der Raum, ein „Dschungelzimmer“, ähnelt einem Spielplatz. Es gibt verschiedene Geräte, einen gepolsterten und unebenen Boden und unterschiedliche Klettermöglichkeiten. Hier biete ich den Kindern die Möglichkeit, eine Fülle von Sinnes- und Bewegungserfahrungen zu sammeln und diese sinnvoll zu verknüpfen, u.a. im vestibulären, propiozeptiven und taktilen Bereich.

 

Das Kind erfährt mit meiner Hilfe Erfolg und kann somit Selbstbewusstsein und Selbständigkeit entwickeln. Diese Entwicklung und die spielerische Atmosphäre halte ich für eine optimale Motivation für notwendig. Denn für das Kind soll Therapie Spiel bedeuten.

 

 

Fünf Sinne

 

Kinder lernen mit allen Sinnen das Sprechen. Der Wortschatz entwickelt sich durch eine Fülle von Erfahrungen, die miteinander verknüpft werden. Um die sprachlichen Fähigkeiten zu erweitern oder auszubauen ist es sinnvoll, ein ganzheitliches Erleben für Körper, Seele und Geist zu ermöglichen (Von Greifen zum Begreifen zum Begriff).

 

Mit den Augen nehmen die Kinder den Blickkontakt zur Bezugsperson auf und können so das Mundbild sehen und nachahmen. Mit Hilfe des Hörsinns können sie Geräusche unterscheiden und verstehen das Gesprochene. Gibt man einem Kind einen Gegenstand in die Hand, so begreift es die Bedeutung viel leichter als wenn es den Gegenstand nur sieht bzw. hört.

 

Das Schmecken und Riechen ist genauso wichtig für den Spracherwerb. z.B. muss das Kind einmal etwas Süßes geschmeckt haben, bevor es versteht, was das Wort -Süß- bedeutet. Auch über Bewegung, Schwerkraft und Körperstellung (vestibuläres = Gleichgewichtssystem und propriozeptives System = Tiefensensibilität) fließen Informationen zu: Das Gleichgewichtsorgan ( = Vestibulär) ist wichtig, damit das Kind Präpositionen versteht.

 

Die Grobmotorik ist zum Erlernen der Verben wie laufen, sitzen etc. notwendig. Darüber hinaus ist sie erforderlich, um zu den Gegenständen zu gelangen, die man greifen bzw. „begreifen“ möchte. Um die Dinge zu erfassen, ist die Feinmotorik notwendig. Bestimmte Zungenbewegungen durchzuführen und zu wissen, wo sich die Zunge gerade befindet, erfordert eine gut ausgebildete Propriozeption.

 

So wird deutlich, dass Bewegungen das Fundament und Träger der entwicklungsfördernden Arbeit ist. Der Weg der Kinder geht von der Grobmotorik über die Feinmotorik bis hin zur Mundmotorik.

 

 

   Bewegung

 

 Bewegung ist für die individuelle und ganzheitliche Entwicklung des Kindes unbedingt erforderlich. Erst durch sie ist eine harmonische Persönlichkeitsentfaltung möglich, denn das Kind setzt sich mit sich selbst, seiner personalen, räumlichen und materiellen Umwelt auseinander. Dadurch sammelt das Kind eine Fülle von Erfahrungen und entwickelt Sicherheit, Selbständigkeit und Selbstvertrauen.

 

Fehlt vor allem in den ersten Lebensjahren die Bewegung, so ist ein Aufbau der sensorischen Intelligenz ( zu den Sinnen gehörend ) nicht möglich. Gedanken oder Empfindungen und die damit verbundene gestische und mimische Verständigung können nicht zum Ausdruck gebracht werden. Das Kind kann sich auch nicht über die Sprache – sowohl über Laut, Wort oder Schrift – verständigen. Spiel und Sport sind nicht möglich.

 

Durch die Bewegung können wir uns verständigen und sie ist ein grundlegendes Mittel für den Einzelnen, um sich in die Gemeinschaft einzuordnen. Mit ihr ist es uns möglich, Gefühle zu erleben und Erkenntnisse zu gewinnen.

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